Wiedergutmachung im „Wohnzimmer“

Wiedergutmachung im  „Wohnzimmer“

Zwei Heimspiele des LHC Cottbus standen in der Oberliga Ostsee-Spree bis zur Begegnung der ersten Männermannschaft gegen die SG OSF Berlin am vergangenen Samstag (06.11.) auf dem Programm. Beide wurden im Ausweichquartier in der Sporthalle Poznaner Straße gegen den BFC Preussen (22:32) und den Ludwigsfelder HC (27:28) verloren. Nun endlich kehrte die Männer um Trainer Marcus Meier in die Lausitz-Arena zurück. Und im „Wohnzimmer“ gelang der Truppe eine eindrucksvolle Wiedergutmachung. Die Gäste, bei denen mit Sven Liesegang ein einst erfolgreicher DDR-Oberliga- und späterer Bundesliga-Spieler aus Magdeburg mit Champions-League-Erfahrung das Tainerzepter schwingt, mussten eine, für sie schmerzliche Niederlage einstecken. Die Lausitzer gewannen eindrucksvoll mit 28:17. Sie machten damit deutlich, dass sie gewillt sind, in der Südstaffel der Oberliga-Süd noch ein Wörtchen im Kampf um Platz eins mitzusprechen.
„Wir hatten uns das schon vor zwei Wochen nach den Niederlagen vorgenommen“, sagte Trainer Meier nach dem Start-Ziel-Sieg, der die Zuschauer am Ende sogar zum Singen animiert hatte. Und deren Zahl war mit 581 sehr stattlich. Der Zuspruch am Samstag ist ein eindrucksvoller Beweis, dass der Handball auch in Cottbus viele Fans mobilisieren kann.
„Die Stimmung in der Halle war super, und wir haben wieder füreinander gekämpft. Wir sind einfach glücklich, wieder in der Lausitz-Arena spielen zu können“, stellte Kapitän Robert Takev nach Spielschluss fest.
Von Beginn an wurde in der Abwehr beherzt zugegriffen, und hinter der stand mit Julien Adam ein Mann zwischen den Pfosten, der die gegnerischen Angreifer über die gesamte Spielzeit mehr als einmal zur Verzweiflung brachte.
Bereits zur Halbzeit hatte der LHC mit einer Fünf-Tore-Führung (14:9) ein solides Fundament für den später deutlichen Erfolg geschaffen. Wohl wissend, dass im Handball ein solcher Vorsprung selbst im heimischen Wohnzimmer noch lange nicht als Ruhekissen taugt, blieben die Hausherren konzentriert. Sie ließen sich auch nicht durch die eine oder andere Härte der Gäste aus dem Konzept bringen. Auf mehr als vier Treffer ließen die Lausitzer die Berliner nicht herankommen. Im Gegenteil bauten sie kontinuierlich den Vorsprung auf beachtenswerte elf Tore aus. Der 28:17-Erfolg war in dieser Deutlichkeit verdient und bemerkenswert.

LHC: Adam (1), Kastner; Kuhlmey (6 Tore), A.Takev (4), Hüneburg (3), R.Takev (3), Efa (3), Pohle (2), Schulze (2), Kutz (2), Miskovic (1), Untermann (1)